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Großgerät der Bundeswehr
Hier bieten wir Informationen zu den aktuellen Großgeräten der Bundeswehr (Rad- & Kettenfahrzeuge/Schiffe/Flugzeuge). Grundlegende Informationen zu den Großgeräten findest auf der offiziellen Seite der Bundeswehr. Die neusten Fahrzeuge stellen wir hier kurz vor:
AGF "KSK-Wolf"
Fennek
Panzerhaubitze 2000
Leopard 2 A6
GTK "Boxer"
Ozelot
Mungo
Dingo 1 & 2
AGF "KSK-Wolf"
Beim AGF handelt sich es sich um das neue Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug der Kommando Spezialkräfte. Die KSK haben zur Zeit 21 dieser auf dem Wolf bzw. der Mercedes-Benz G270 CDI basierenden Fahrzeuge im Einsatz. Das mit 4 Soldaten besetzte Fahrzeug hat trotz seiner relativ geringen Größe eine hohe Feuerkraft (siehe Bewaffnung). Dazu kommen eine leichte Panzerung am Unterboden und den Seiten zum Schutz gegen Handgranaten. Dazu kommen noch Räder mit Notlaufeigenschaften und ein Überrollschutz. Trotzdem ist das Fahrzeug noch mit dem Transporthubschrauber CH53 der Bundeswehr luftverlastbar.
Fahrzeugdaten:
- Länge: 4.885mm
- Breite: 1.820mm
- Höhe: 1.870mm
- Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
- Maximalgewicht: 4.500kg
Bewaffnung:
- Waffenstation: Maschinengewehr 12,7mm oder 40mm-Granatwerfer
- Frontlafette: MG3 7,62mm
- Hecklafette: MG3 7,62mm
- Nebelmittelwerfer in den Stoßfängern
Fennek
Der Fennek ist das neues Spähfahrzeug der Bundeswehr. Die Ablösung des Spähpanzer Luchs ist hochmobil, luftverlastbar und kann autonom operieren.
Die dreiköpfige Besatz kann bis zu fünf Tage vollkommen autonom unter ABC-Schutz Beobachtungs- und Aufklärungsaufträge ausführen. Während dieser Zeit beträgt der Aktionsradius abhängig vom Gelände bis zu 1.000 km.
Zum Schutz der Besatzung besitzt der Fennek ein Panzerung gegen Handwaffen sowie gegen Anti-Personen- und Anti-Panzer-Minen. Zusätzlich kann der Fahrer sich auf Reifen mit Notlaufeigenschaften und eine automatische Reifendruckregelanlage zur Veränderung des Reifendruck im Gelände verlassen.
Hauptauftrag des Fenneks ist die Aufklärung und Beobachtung im Bereich des VRV und hinter den feindlichen Linien. Die Übermittlung der Aufklärungsergebnisses erfolgt über das Daten-Informations- und Führungsverbund-Aufklärungssystem (DIFA). Zur Erfüllung ihrer Aufträge kann die Besatzung auf modernste Aufklärungsmittel zurückgreifen:
Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung (BAA)
- Sensorkopf an ausfahrbaren Mast oder Stativ (abgesetzt)
- beweglichen Sensorplattform (vertikal und 360° horizontal schwenkbar)
- Wärmebildkamera der zweiten Generation für eingeschränkte Sicht
- Tagsicht-CCD-Kamera / augensicheren Laserentfernungsmesser
- ferngesteuerte Bedienung aus der Deckung möglich
Bodensensorausstattung Ortung und Identifizierung (BSA)
- Überwachung von Straßen und Geländepunkten
- Entdeckung von Position, Anzahl, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung, Typen von Panzern und Kettenfahrzeugen
- sechs Sensoren pro Spähtrupp
- Aufklärungsergebnisse bis zu 10 km
luftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung (LUNA)
- Drohne zur Nahaufklärung
- Kamera und Bildfunk für Blick über die nächste Waldkulisse/Höhenschwelle oder Ortschaft
- Flug frei oder programmiert bis zu 10 km weit
- Übertragung von Informationen in Echtzeit
Bewaffnung:
- elektrisch betätigte Lafette mit MG3 7,62mm oder 40 mm Granatmaschinenwaffe
Panzerhaubitze 2000
Mit der Panzerhaubitze 2000 nutzt die Bundeswehr das modernstes Artilleriesystem der Welt. Zur Zeit besitzt die Bundeswehr 185 Systeme. Besonders eindrucksvoll ist die Feuergeschwindigkeit der PzH2000. Innerhalb von zwei Minuten kann ein Feuerauftrag von 10 Schuss aus der Fahrt ohne vorbereiteten Stellung (die PzH ist selbstvermessend) vorgenommen werden und die Stellung wieder verlassen werden. Das Aufmunitionieren der 60 Geschosse und 288 Treibladungsmodule in 10 min 50 s ist ebenfalls rekordverdächtig. Die Reichweite liegt mit NATO-Standardmunition bei 30km und bei 41km mit nachbeschleunigte Munition.
Eine starke Panzerung sorgt für einen optimalen Schutz für die Besatzung, eine ABC-Anlage sichert hohe Autonomie. Seine Feueraufträge erhält die PzH über das moderne digitale Artillerieführungssysteme (ADLER)
Bewaffnung:
- 155 mm-L-52-Waffe
* für alle in der NATO eingeführten Geschosse und Treibladungen
* 60 Schuss Kampfbeladung
- vollautomatischer Geschossfluss
- 7,62mm FlaMG
Kadenz:
- 3 Schuss in 9,2s
- 8 Schuss in 42,3s
- 10 Schuss in 56,2 s
- 20 Schuss in 130 s
- 20 Schuss in 107 s (mit modifizierten Geschossflußantrieben)
SMArt155
Ergänzt wird die Feuerkraft der PzH 2000 durch Suchzünder-Munition für die Artillerie im Kaliber 155 mm kurz SMArt155. Diese intelligenten Munition zur wirksamen Bekämpfung harter Ziele und gibt der PzH2000 eine neue Dimension der Wirksamkeit der Artillerie. Mit ihr können feindlicher Panzerkräfte bis zu 28km in deren eigenem Raum zerschlagen werden, ohne einen direkten Treffen landen zu müssen. Die Submunitionen erkennen und vernichten autonom und kosteneffektiv alle gepanzerten Gefechtsfahrzeuge.
Das Geschoss, dass aus jeder 155mm-Haubitze abgefeuert werden kann, enthält zwei Submunitionen, die im Zielgebiet aus der Trägerhülle ausgestoßen werden. Jede Submunition sucht das Gelände mit einer Dreifach-Sensorik spiralförmig nach gepanzerten Fahrzeugen ab. Direkt nach der Zielerkennung wird detonativ ein Schwermetallprojektil erzeugt, dass die Panzerung von oben durchschläft und sicher zum Ausfall des gepanzerten Fahrzeugs führt.
Die Genauigkeit der Haubitze gepaart mit dem Suchmuster des Geschosses ermöglichen einen geringeren Sicherheitsabstand zur eigenen Truppe und zu zivilen Einrichtungen und ermöglicht Zielflächen im zivilen Umfeld. Die redundante Selbstzerlegung vermeidet Blindgänger.
Leopard 2 A6
Der Kampfpanzer Leopard 2 ist
In einer neuen Kampfwertsteigerungsmaßnahme werden 65 Leopard 2 A4 und 160 Leopard 2 A5 von Krauss-Maffei Wegmann zum KPz Leopard 2 A6 ungerüstet. Dabei erhalten die Panzer eine neue 120 mm-Kanone L55, die mit leistungsgesteigerter Munition LKE 2 DM 53 (Rheinmetall) die enorme Feuerkraft des Leopard 2 noch verstärken. Damit ist das verschießen von Uran-Munition unnötig. Zusätzlich wurden eine neues hybrides Landnavigationssystem mit GPS und ein neues Trägheitsnavigationssystem verbaut. Mit dieser Kampfwertsteigerung hat die Leopard-Entwicklung wahrscheinlich ihr Ende erreicht.
Technische Daten:
- Motor: 47.600 cm3 MTU MB 873 mit 1.100 kW (ca. 1.500 PS)
- Höchstgeschwindigkeit: 72 km/h
- Kraftstoffverbrauch: 218 l / 100 km (Straße)
- ankinhalt: 1200l
- Reichweite: max. 550 km mit 1.200 l
- Länge (inkl. Rohr) 11,27m
- Höhe 3,00m
- Breite 3,75m
- Gefechtsgewicht: 60,1 t (MLC 70)
Bewaffnung:
- 120 mm Glattrohrkanone L/55,
* Richtbereich: 360 Grad horizontal / –6 Grad bis + 20 Grad vertikal
* Feuerleitanlage: Feuerleitrechner FLT 2/Hybrit-Rechner und elektrische Waffennachführungsanlage
- 1 x Blenden-MG 7,62mm
- 1 x Fla-MG 7,62mm
- Mehrfachwurfanlage mit 16 Wurfbechern
GTK "Boxer"
Das GTK ist das zukünftige gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug der Bundeswehr Es wird in Modulbauweise gebaut, so dass es für unterschiedliche Aufgabe angepasst werden kann. Jeder Boxer besteht aus zwei Modulen: einem Fahrmodul und einem adaptierbarem Missionsmodul. Dadurch besitzt der Boxer eine erhöhte strategische, operative und taktische Beweglichkeit - auch unter erschwerten geographischen und klimatischen Bedingungen. Je nach Auftrag kann der Gesamtschutz gegen Maschinengewehre, Minen und Artillerie angepasst werden.
Panzerstahl mit adaptierten Schutzmodulen schützt die Besatzung vor Angriffen und Minen. Zusätzlich wurde ein Schutz gegen Entdeckung und Identifizierung integriert.
Die Bausweise ermöglicht dem Boxer einen großer Nutzraum und hohe Nutzlast sowieso eine hohe Mobilität auf Straße und im Gelände. Bisher wurden folgende Einsatzmöglichkeiten identifiziert:
- Infantriegruppentransportwagen
- Sanitätsfahrzeug
- Artilleriebeobachter
- 120mm Mörserträger
- Träger Rechenverbund Artillerie
- Feuerleitstellenfahrzeug
- Instandsetzungsfahrzeug
- Pioniertransportfahrzeug
- Kampfmittelbeseitigungswagen
- Geräteträger/Nachschubfahrzeug
- Mobiler Gefechtsstand Brigade/Division
- Funk/Führungsfahrzeug
- Fahrschulfahrzeug
Ozelot
Das System Ozelot ist ein leichtes und luftverlastbares System zur Flugabwehr auf Basis des Wiesels II (Wiesel I mit einer weiteren Laufrolle). Es ist eines der modernsten Waffensysteme im Bereich der Flugabwehr und wurde 2001 neu bei der Luftverteidigung der Bundeswehr eingeführt. Bei Tag und Nacht kann Ozelot Ziele in bis zu 20km aufklären und verfolgen. Dazu sind an die Waffenanlage ASRAD (Atlas Short Range Air Defense) zwei Mehrfach-Abschusseinrichtungen mit je zwei Lenkflugkörper STINGER gekoppelt.
Eingesetzt wird das System Ozelot bei den leichten Flugabwehrbatterien (FlaRakBttr). Alle Komponenten der Batterie sind luftverlastbar und können in CH-53 Hubschraubern schnell an den Einsatzort verlegt werden.
Mungo
Der Mungo ist ein leichtes Luftlandefahrzeuge auf Basis (Fahrwerk und Motor) des M30 der Firma Multicar. Das modernes Kampffahrzeug für Krisenreaktionskräfte bietet 10 Soldaten Schutz gegen NATO-7,62x51mm, Handgranaten und Schützenabwehrminen. Der Mungo kann unterschiedlichen Bedarfssituationen angepasst werden und als Mannschaftstransportfahrzeug, kombinierten Personen- / Materialtransporter und vollwertigen Transporter eingesetzt werden. Seine Ladefläche ist vierseitig mit EURO-Paletten/Gitterboxen beladbar und kann ca. 2t Nutzlast tragen. Er ist luftverlastbar und somit ideal für die logistische Versorgung der Luftlandekräfte geeignet. Mit seine bis zu 10 Mann Besatzung ist er im MTH CH 47 & 53 und in den Transportflugzeugen C 130, C 160, C 235 und A 400 M luftverlastbar. Ab-/Aufrüstung für Lufttransport in 5 Minuten sichern diehervorragende Verlegefähigkeit.
Dingo 1 & 2
Der Dingo (1 & 2 ) ist ein Allschutz-Transportfahrzeug (ATF 2 & 3). Er schließt die Lücke zwischen leichten ungepanzerten Transportfahrzuegen (Wolf, 2to gl) und den leichten Panzerfahrzeugen (Fuchs). Im Vergleich zum Fuchs und Marder bietet der Dingo einen hervorragenden Schutz gegen Minenangriffe. Unter der Kabine am Fahrzeugboden befindet sich ein v-förmiger Deflektor aus hochfestem Stahl gefertigt. Dieser lenkt durch Verformung und Ablenken der Energie die Wucht der Detonation ohne Gefahr für die Besatzung vom Fahrzeug weg.
Zur Zeit befinden sich 150 Dingo 1 in Dienst der Bundeswehr. Beim Dingo 2 wurde ein erweiterter Explosionsschutz gegen Panzerabwehr- und Schützenabwehrminen, Hartkerngeschosse und Artilleriesplitter erreicht. Zudem hat er größeren Achslasten und eine größere Sicherheitszelle.
Je nach Version können 5-8 Soldaten transportiert werden. Diese können sich über eine gute Ausstattung freuen. Neben Klimaanlage und Standheizung können sie auf ABS, Reifendruckregelanlage, Rückfahrkamera, GPS-Navigationseinrichtung und Funk-/Außenbordsprechanlage zurückgreifen.
Fahrzeugdaten:
- Basis Dingo1 UNIMOG Type U 1550 L
- Basis Dingo2 UNIMOG Type U3000-U5000
- Hersteller KWM (Kraus-Maffei-Wegmann)
- Länge: 5,45 / 6,08m
- Höhe: 2,5m
- Breite: 2,3m
- Gesamtgewicht:11,9 t
- Motorleistung :160 kW
Bewaffnungsoptionen:
- Granat-Maschinen-Waffe (GMW) 40 mm
- Maschinengewehr Kaliber .50
- MG3 7,62mm
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